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Er verkündete Gefangenen das Evangelium

Ostern 1945 bezeichnete den Wendepunkt vom Dritten Reich zum besetzten Nachkriegsdeutschland. In vielen Städten tobten Gefechte beim Einmarsch der Alliierten, unzählige Menschen erlebten die „Stunde Null“ – die Kapitulation am 8. Mai 1945 und das Kriegsende – nicht mehr, sondern kamen noch in den letzten Kriegstagen ums Leben: in Konzentrationslagern, auf Gefangenentransporten, bei Bombardierungen, in Flüchtlingstrecks, in Kampfhandlungen, im Chaos brennender Städte, verwundet, krank, vom Hunger gezeichnet, kraftlos und erschöpft.

Unter den vielen Toten war der 21-jährige Franzose Henri Marannes, der am Dienstag nach Ostern im Lager Zwickau mit einem Brett erschlagen wurde, weil er unter den Mitgefangenen das Evangelium verkündigt hatte. Er gehört zu den 50 Märtyrern, die am 13. Dezember 2025 im Auftrag von Papst Leo XIV. in Paris seliggesprochen wurden.